Pelletherstellung: So funktioniert die Pelletpresse

pelletherstellung hand mit futterpelletsNicht selten berichten Kunden nach dem Kauf einer Pelletpresse über minderwertige Holzpellets. In den meisten Fällen liegt dies jedoch weniger an der Maschine selbst als an einer falschen an einer unsachgemäßen Verwendung. Im Folgenden geben wir einen Überblick darüber, was es bei der Pelletherstellung mit einer Presse zu beachten gibt und zeigen Ihnen, wie sie qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen.

Pelletmehl: Das richtige Ausgangsmaterial

Als Basis für die hauseigene Pelletherstellung mittels Pelletieranlage empfiehlt es sich Pelletmehl zu verwenden. Es empfiehlt sich größere Späne vor dem Pressen zu vermahlen. Nur so können qualitativ einwandfreie Pellets mit hohem Heizwert garantiert werden. Werden zu große Späne in die Pelletpresse gegeben, kommt diese zwar zunächst damit klar, nur findet der Mahlvorgang dann in der Maschine zwischen den Kollern und der Matrize statt, was zu einem hohen Verschleiß und langfristig zu Schäden am Gerät führt.

Ein weiteres Problem: Ist das Ausgangsmaterial nicht homogen und es befinden sich grobe Späne in der Masse, werden größere Teilchen in die Holzpellets eingeschlossen. Diese Teilchen sorgen für eine geringere Dichte der Pellets und somit für einen geringeren Heizwert. Wenn größere Holzspäne in die Pellets eingeschlossen werden führen diese außerdem zu potenziellen Bruchstellen in den Pellets.

Wer ausschließlich feines Holzmehl als Grundmaterial für seine Presse verwendet spart Betriebskosten und schont die Maschine, da diese eine deutlich geringere Leistung erbringen muss.

Besser Resultate durch die Zugabe von Flüssigkeit

Die Zugabe von Flüssigkeit in den Mischer sorgt für eine bessere Schmierung der Presskanäle. Dadurch wird der Verschleiß an der Maschine reduziert. Die Zugabe von Feuchtigkeit homogenisiert außerdem die Pressmasse und führt zu einer besseren Pelletdichte.

Zu hohe Feuchtigkeit

Wichtig ist, dass das Holzmaterial für die Pelletpresse weder zu feucht noch zu trocken ist. Für die Pelletherstellung hat sich ein Feuchtigkeitsgehalt des Ausgangsmaterials von 11 bis 14 Prozent als ideal erwiesen. Ist das Material zu trocken, lässt es sich nicht zu einer Einheit pressen, sondern wird als loser Staub durch die Matrize gepresst. Ist das Material hingegen zu feucht bekommen die Pellets Risse oder zerfallen sogar ganz. Um den passenden Feuchtgehalt für die Pelletherstellung zu ermitteln, gibt es mittlerweile entsprechende Messgeräte. Diese sind ab Preisen von etwa 20 Euro erhältlich und sogar im Lieferumfang einiger Pelletanlagen enthalten.

Trocknung und Kühlung

Um Qualitätsverluste während der Pelletlagerung zu vermeiden empfiehlt es sich, die Pellets nach dem Pressvorgang zu trocknen bzw. zu kühlen. So verlassen die Holzpellets die Presse mit einer hohen Temperatur von bis zu 110 Grad. Im Idealfall werden die Pellets kurz nach dem Pressen auf die normale Umgebungstemperatur von 5 bis 10 Grad heruntergekühlt.

Ein Teil des Herunterkühlens folgt dabei von ganz allein durch das Verdampfen der Feuchtigkeit an der Oberfläche der Pellets. Den anderen Teil übernimmt in der Regel die Pelletpresse, die über einen eigenen Kühler verfügt. Wichtig ist es das Brennmaterial nach der Pressung kühl und trocken zu lagern.

Fazit

Wer die hier genannten Punkte beachtet, der kann mit guten Ergebnissen bei der Pelletproduktion rechnen, die die Qualität der meisten Lieferware sogar übersteigt. Viele Erstnutzer von Pelletieranlagen beschweren sich oft über unzureichende Ergebnisse und schieben das Versagen auf die Maschine. Unsere Erfahrungswerte jedoch zeigen, die häufigste Ursache für eine minderwertige Pelletqualität liegt in der unsachgemäßen Nutzung der Anlage oder im Material begründet. Oder anders gesagt: Selbst der beste Kochtopf zaubert kein 5 Sterne Menü, wenn man Konservendosen in ihn hereingibt. Wenn Sie aller hier genannten Punkte beachtet haben, jedoch dennoch nicht das gewünschte Ergebnis erzielen ist die Kontaktaufnahme zum Maschinenhersteller der richtige Schritt. Eine Übersicht empfehlenswerter Pelletkessel finden Interessierte hier.